An der Finanzierungsrunde beteiligten sich unter anderem der Energiekonzern RWE und der Technologieriese Google. Die privaten Investoren, angeführt von XTX Ventures und East X Ventures, sicherten damit auch eine Voraussetzung für eine Förderung durch den Freistaat Bayern in Höhe von weiteren 400 Millionen Euro.
Proxima Fusion ist nach eigenen Angaben das bestfinanzierte Kernfusionsunternehmen Europas und zählt zu den höchstbewerteten Branchenvertretern weltweit. Das Unternehmen hat rund 200 Beschäftigte und plant, in rund fünf Jahren ein Pilotkraftwerk vorzustellen. Mit RWE und Google als Partnern soll in den 2030er-Jahren eine kommerzielle Magnetfusionsanlage auf dem Gelände des früheren RWE-Kernkraftwerks in Gundremmingen bei Augsburg in Betrieb gehen.
Bis Anfang der 2030er-Jahre ist in Garching bei München der Bau des Demonstrationsreaktors „Alpha“ vorgesehen, dessen Kosten auf zwei Milliarden Euro veranschlagt werden. Die jetzt eingeworbenen Mittel fließen in den Bau, die Erweiterung von Entwicklungs- und Fertigungskapazitäten sowie die Weiterentwicklung zentraler Technologien. Der erste Magnet für Alpha soll Ende nächsten Jahres fertiggestellt werden.
Die Bundesregierung hat das Ziel ausgegeben, den weltweit ersten Fusionsreaktor in Deutschland zu bauen. Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hat die Kernfusion zu einem der wichtigsten Forschungsgebiete in seinem Bundesland erklärt. Proxima Fusion ist aus dem Max-Planck-Institut für Plasmaphysik hervorgegangen.
Quelle: www.spiegel.de



