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Selenskyj bittet VAE um Schutz für Schwarzmeer-Routen

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat am 1. August mit dem Präsidenten der Vereinigten Arabischen Emirate (VAE), Mohamed bin Zayed Al Nahyan, über die Sicherung der Schwarzmeer-Seewege und die globale Ernährungssicherheit gesprochen. Wie die Kyiv Post berichtet, sucht Selenskyj angesichts der Bedrohung durch Russland und Iran Unterstützung für die Region.

Selenskyj bittet VAE um Schutz für Schwarzmeer-Routen
Bild: static.kyivpost.com

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat am 1. August mit dem Präsidenten der Vereinigten Arabischen Emirate (VAE), Mohamed bin Zayed Al Nahyan, über die Sicherung der Schwarzmeer-Seewege und die globale Ernährungssicherheit gesprochen. Wie die Kyiv Post berichtet, sucht Selenskyj angesichts der Bedrohung durch Russland und Iran Unterstützung für die Region.

In seiner abendlichen Videoansprache am Samstag, dem 1. August, betonte Selenskyj die früheren Beiträge der Ukraine zur Sicherheit ihrer Golfpartner, insbesondere bei der Verteidigung gegen iranische Angriffe. Er erklärte, er suche nun eine entsprechende Unterstützung für die Schwarzmeerregion. „Wir haben besprochen, wie die Emirate uns in Europa und in der Schwarzmeerregion helfen können. Es geht um Ernährungssicherheit und die Sicherheit der Seewege“, so Selenskyj.

Die diplomatischen Gespräche folgen auf eine deutliche Verschlechterung der Beziehungen zwischen Kyiv und Teheran. Der iranische Außenminister Abbas Araghchi hatte der Ukraine vorgeworfen, ein iranisches Handelsschiff im Kaspischen Meer angegriffen zu haben, wobei ein Matrose ums Leben gekommen sein soll. Araghchi bezeichnete den angeblichen Angriff als Verstoß gegen die UN-Charta und kündigte an, der Vorfall werde nicht unbeantwortet bleiben. Teheran erwog sogar einen Angriff auf einen ukrainischen Hafen, intensive diplomatische Bemühungen konnten die Lage jedoch stabilisieren.

Die iranische Drohung verschärft die ohnehin angespannte Lage im Schwarzen Meer. Russische Streitkräfte haben ihre Angriffe auf zivile Schiffe im Sommer weiter intensiviert. Selenskyj zufolge zielt diese Kampagne darauf ab, den etablierten „Getreidekorridor“ der Ukraine vollständig zu blockieren und die globalen Nahrungsmittellieferungen zu stören.

Die Beziehungen zwischen Kyiv und Teheran waren bereits angespannt, nachdem der Iran Kampfdrohnen vom Shahed und Militärtechnologie an Russland geliefert hatte. Sie verschlechterten sich weiter, nachdem die Ukraine im Juni 2025 israelische Angriffe auf den Iran unterstützt und die Islamischen Revolutionsgarden (IRGC) offiziell als terroristische Organisation eingestuft hatte. Zudem traf sich Selenskyj Anfang 2026 mit dem im Exil lebenden iranischen Kronprinzen Reza Pahlavi, wobei das Bündnis zwischen Moskau und Teheran öffentlich als „Achse des Chaos“ bezeichnet wurde.

Quelle: www.kyivpost.com