Schwesig sagte im Interview mit T-Online, die Reformen bei Gesundheit, Pflege und Rente belasteten ausgerechnet diejenigen, die täglich arbeiteten und das Land am Laufen hielten. Bei der Rente würden zuerst jene angegriffen, die am längsten einzahlen.
Die SPD-Politikerin kritisierte, dass Menschen, die nach 45 Beitragsjahren in Rente gehen, durch Abschläge de facto weniger Geld erhielten. Bei einer durchschnittlichen Rente von 1300 Euro in Ostdeutschland könne sie eine solche Kürzung nicht mitmachen.
Den Aufruf von Kanzler Friedrich Merz (CDU) und Arbeitsministerin Bärbel Bas (SPD), die Empfehlungen der Rentenkommission unverändert umzusetzen, lehnte Schwesig ab. Sie forderte Gespräche mit den Ländern und betonte, es mache einen Unterschied, ob jemand mit 16 oder mit 26 zu arbeiten beginne.
Den Vorwurf, ihr Widerstand gefährde die gesamte Reform, wies sie als Drohkulisse zurück. Zudem kritisierte sie Karin Prien (CDU) wegen deren Ablehnung der beitragsfreien Kita – in Ostdeutschland profitierten vor allem kleine und mittlere Einkommen davon.
Quelle: www.welt.de



