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Rehlinger: Rentenpläne der Bundesregierung sind ungerecht

Die saarländische Ministerpräsidentin Anke Rehlinger (SPD) hält die Rentenpläne der Bundesregierung für ungerecht. Im Interview mit der Süddeutschen Zeitung macht sie zudem ein Angebot für die Pflegereform.

Rehlinger: Rentenpläne der Bundesregierung sind ungerecht
Bild: sueddeutsche.de

Die saarländische Ministerpräsidentin Anke Rehlinger (SPD) hält die Rentenpläne der Bundesregierung für ungerecht. Im Interview mit der Süddeutschen Zeitung macht sie zudem ein Angebot für die Pflegereform.

Anke Rehlinger, Ministerpräsidentin des Saarlandes, empfängt ihre Gäste zu Hause – in einer Gegend, die selbst für saarländische Verhältnisse ländlich wirkt. Hinter dem Haus weidet ein Bulle, in der Ferne steht die Holzfirma, in der ihr Vater als Schichtleiter arbeitete. Auf der Terrasse findet sich ein Gasgrill, und die SPD-Landeschefin versichert schmunzelnd, dass es unten im Garten natürlich auch einen Schwenkgrill gebe – seit diesem Jahr immerhin immaterielles Kulturerbe.

Im Gespräch mit Roland Preuß und Kathrin Wiesel-Lancé von der Süddeutschen Zeitung äußert sich Rehlinger deutlich zur aktuellen Rentenpolitik der Bundesregierung. Die Pläne hält sie für ungerecht. Zugleich macht sie ein Angebot für die Pflegereform – ohne jedoch ins Detail zu gehen, welche konkreten Änderungen sie sich vorstellt.

Das Saarland gilt als eine der letzten Hochburgen der SPD. Rehlinger, die das Bundesland seit 2022 regiert, sieht sich dabei auch als Stimme für diejenigen, die von den bundespolitischen Entscheidungen direkt betroffen sind. Ihre Kritik richtet sich gegen eine Politik, die nach ihrer Überzeugung soziale Schieflagen verstärkt.

Die Debatte um die Rente ist in Deutschland hoch umstritten. Während die Bundesregierung auf eine schrittweise Anhebung des Renteneintrittsalters setzt, fordern Gewerkschaften und Teile der Opposition eine Abkehr von dieser Linie. Rehlingers Einwurf kommt zu einem Zeitpunkt, an dem die SPD im Wahlkampf um Vertrauen kämpft – zuletzt hatte Generalsekretär Tim Klüssendorf Hoffnungen genährt, dass die Frührente doch überleben könnte.

Quelle: www.sueddeutsche.de