Die Sanierung der Bahnstrecke Hamburg–Berlin hat die Pünktlichkeit nicht verbessert: Aktuell erreichen nur 25,8 Prozent der Fernzüge zwischen den beiden Metropolen ihr Ziel ohne Verspätung. Die Strecke war zuvor zehn Monate lang gesperrt, umfangreiche Bauarbeiten sollten die Infrastruktur modernisieren.
Die Deutsche Bahn bestätigte, dass von Mitte Juni bis Mitte Juli nur 25,8 Prozent der Fernzüge pünktlich waren. Zuvor hatte die „Bild“-Zeitung berichtet. Grund für die Verspätungen sind andauernde Restarbeiten an der mit Milliarden sanierten Strecke, die Züge immer wieder ausbremsen.
Die Pünktlichkeitswerte sanken damit von einem ohnehin schon schlechten Ausgangswert von 49,6 Prozent noch einmal drastisch ab. Die Trasse war zuvor zur Instandsetzung zehn Monate voll gesperrt, 2,7 Milliarden Euro wurden dabei investiert.
Eine Sprecherin der Deutschen Bahn sagte, in den nächsten Wochen würden Softwareupdates in den Stellwerken Nauen und Büchen spürbare Verbesserungen bringen. Aktuell liefen auf einzelnen Abschnitten noch technische Abnahmen und Softwareumstellungen in den Stellwerken für den Hochgeschwindigkeitsbetrieb. Zudem würden auf der gesamten Strecke Restmängel beseitigt und Optimierungen durchgeführt, die erst im laufenden Betrieb hätten erkannt werden können. Dafür seien während einzelner Nächte in den kommenden Wochen Sperrungen mit Auswirkungen auf den Zugverkehr erforderlich.
Quelle: www.tagesspiegel.de



