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BAföG-Erhöhung: Kabinett bringt Reform auf den Weg

Die Bundesregierung will die BAföG-Reform heute im Kabinett auf den Weg bringen. Die Erhöhung der Wohnkostenpauschale auf 440 Euro kommt jedoch erst zum Sommersemester 2027, wie die Tagesschau berichtet.

BAföG-Erhöhung: Kabinett bringt Reform auf den Weg
Bild: Tagesschau

Die Bundesregierung will die BAföG-Reform heute im Kabinett auf den Weg bringen. Die Erhöhung der Wohnkostenpauschale auf 440 Euro kommt jedoch erst zum Sommersemester 2027, wie die Tagesschau berichtet.

Die Bundesregierung bringt die lang umkämpfte BAföG-Reform heute ins Kabinett. Der Kompromiss der schwarz-roten Koalitionsfraktionen sieht vor, dass die im BAföG enthaltene Wohnkostenpauschale für Studierende, die nicht mehr bei den Eltern wohnen, von 380 auf 440 Euro im Monat steigt. Ursprünglich war die Erhöhung bereits zum anstehenden Wintersemester geplant, wegen der angespannten Finanzlage des Bundes wurde sie jedoch um ein halbes Jahr verschoben.

Der BAföG-Grundbedarf soll nach SPD-Angaben zum Wintersemester 2027/28 auf 503 Euro und zum Sommersemester 2029 auf 563 Euro angehoben werden. Damit wäre das heutige Grundsicherungsniveau erreicht. Für weitere Anpassungen soll es eine Regelung geben, die sich am Grundsicherungsniveau orientiert. Zudem sollen die Einkommensgrenzen der Eltern ab Sommer 2028 jährlich um 1,5 Prozent automatisch steigen, damit der Kreis der Förderberechtigten nicht durch Inflation schrumpft.

Die Antragstellung soll digitaler und nutzerfreundlicher werden, ab dem fünften Fachsemester entfällt der Leistungsnachweis. Aktuell liegt der BAföG-Grundbedarf bei 475 Euro, zusammen mit der Wohnkostenpauschale kommen Empfänger auf bis zu 855 Euro, mit Kranken- und Pflegeversicherungszuschlägen auf maximal 992 Euro. Im Jahr 2025 erhielten geförderte Studierende laut Statistischem Bundesamt durchschnittlich 682 Euro monatlich.

Die Zahl der BAföG-Bezieher ist auf den niedrigsten Stand seit 25 Jahren gesunken: 570.000 Personen erhielten 2025 Leistungen, sieben Prozent weniger als im Vorjahr. Der Bund gab dafür drei Milliarden Euro aus, vier Prozent weniger als 2024. Die hohen Wohnkosten belasten Studierende stark: Sie geben im Schnitt 54 Prozent ihres verfügbaren Einkommens für Miete und Nebenkosten aus, die Gesamtbevölkerung nur 24 Prozent.

Quelle: Tagesschau