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Migration nach Ceuta: Ruhe trotz erhöhter Sicherheitsvorkehrungen

In Ceuta blieb es ruhig, nachdem die spanischen und marokkanischen Behörden ihre Sicherheitsmaßnahmen verstärkt hatten. Wie man Migration für die eigenen Zwecke nutzen kann, weiß die Regierung in Rabat ebenso gut, wie Erdoğan, Putin oder Lukaschenko es wissen.

Migration nach Ceuta: Ruhe trotz erhöhter Sicherheitsvorkehrungen
Bild: media0.faz.net

In Ceuta blieb es ruhig, nachdem die spanischen und marokkanischen Behörden ihre Sicherheitsmaßnahmen verstärkt hatten. Wie man Migration für die eigenen Zwecke nutzen kann, weiß die Regierung in Rabat ebenso gut, wie Erdoğan, Putin oder Lukaschenko es wissen.

Die spanische Exklave Ceuta atmete am vergangenen Wochenende auf, da der befürchtete Ansturm weiterer Migranten aus Marokko ausblieb. Die Sicherheitsvorkehrungen wurden im Vorfeld deutlich erhöht, nachdem Ende Juli Dutzende Menschen bei dem Versuch ertrunken waren, die spanische Exklave zu erreichen.

Nach offiziellen Angaben waren Ende Juli Dutzende Menschen bei dem Versuch ertrunken, die spanische Exklave zu erreichen. Am Wochenende verhinderten spanische und marokkanische Sicherheitskräfte, dass Migranten ihr Leben bei dem Versuch aufs Spiel setzten, die spanische Exklave zu erreichen.

Die Erleichterung in Ceuta war groß, da die Anwohner zuvor große Sorgen hatten, dass sich die chaotischen Szenen von Ende Juli wiederholen könnten. Marokkanische Sicherheitskräfte waren in großer Zahl rund um Ceuta und an der Grenze zur zweiten spanischen Exklave Melilla im Einsatz, um mögliche Grenzübertritte zu verhindern.

Die spanische Regierung unter Pedro Sánchez war wegen der Ereignisse Ende Juli nicht nur in der EU unter Druck geraten, sondern auch innenpolitisch. Die Botschaft des Wochenendes soll nun sein: Wir haben alles unter Kontrolle.

Ceuta zeigt auch, dass die Europäer bei ihren Anstrengungen in der Migrationspolitik weiter abhängig sind von anderen Staaten. Migranten sind und bleiben ein politisches Druckmittel. Das weiß die Regierung in Rabat ebenso gut, wie Erdoğan, Putin oder sein Helfershelfer Lukaschenko es wissen.

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