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Wagenknecht fordert Höcke zu Live-Duell über Thüringer Regierung auf

BSW-Gründerin Sahra Wagenknecht hat Thüringens AfD-Chef Björn Höcke erneut zu einem öffentlichen Streitgespräch über einen überparteilichen Ministerpräsidenten aufgefordert. In einer Videobotschaft auf X schlug sie ein Live-Duell ohne vorbereitete Reden vor.

Wagenknecht fordert Höcke zu Live-Duell über Thüringer Regierung auf
Bild: img.zeit.de

BSW-Gründerin Sahra Wagenknecht hat Thüringens AfD-Chef Björn Höcke erneut zu einem öffentlichen Streitgespräch über einen überparteilichen Ministerpräsidenten aufgefordert. In einer Videobotschaft auf X schlug sie ein Live-Duell ohne vorbereitete Reden vor.

In ihrer Videobotschaft sagte Wagenknecht, sie habe Höcke bereits vor Tagen ein „sehr einfaches Angebot“ gemacht: „Sie und ich live, neutraler Moderator, keine vorbereiteten Reden.“ Sie forderte den AfD-Politiker auf, über ihren Vorschlag eines überparteilichen Ministerpräsidenten zu sprechen, den er „inzwischen auch gut finde“. Thüringen brauche „einen neuen Regierungschef, der glaubwürdig ist und den Brandmauer-Irrsinn beendet“.

Mit einer Spitze gegen Höckes Männlichkeitsgehabe schloss Wagenknecht ihre Botschaft: „Gerade Sie, der Sie so viel Wert auf Männlichkeit legen, wollen doch sicher nicht als Feigling dastehen.“ Der Vorstoß kommt inmitten des wackligen Regierungsbündnisses aus CDU, SPD und BSW unter Mario Voigt (CDU), dessen Doktortitelverlust die BSW-Bundesspitze zum Anlass für Rücktrittsforderungen und ein Koalitions-Aus genommen hat.

Höcke hatte zuvor angeboten, Wagenknecht mit AfD-Stimmen zur Ministerpräsidentin wählen zu lassen, um die Brandmauer einzureißen. Wagenknecht wies das Angebot als „weder ehrlich noch seriös“ zurück. Seit der Landtagswahl 2024 regiert die CDU ohne absolute Mehrheit und arbeitet im Landtag mit der Linken zusammen. Die vom Verfassungsschutz als gesichert rechtsextremistisch eingestufte AfD ist stärkste Fraktion.

Quelle: www.zeit.de