Erstmals seit dem Massenansturm Ende Juli kommt Spaniens Nationaler Sicherheitsrat zu einer Krisensitzung zusammen. Das Gremium umfasst Teile des Kabinetts sowie die Spitzen der Verteidigungs- und Geheimdienste. Sánchez stand seit Wochen unter Druck, das Treffen einzuberufen.
Der Vorsitzende der Izquierda Unida, Antonio Maíllo, hatte die Sitzung als „äußerst wichtig“ bezeichnet und eine Neuausrichtung der Beziehungen zu Marokko gefordert. Die Abgeordnete Cuca Gamarra von der konservativen Volkspartei kritisierte den Zeitpunkt: „Erst der Urlaub, dann die nationale Sicherheit.“
Die Krise begann Ende Juli, als innerhalb von 24 Stunden Zehntausende Migranten die Grenze von Marokko nach Ceuta durchbrachen. Spanien setzte daraufhin das Militär ein. Sánchez sprach von einem „Angriff“ auf die territoriale Integrität. Nach Angaben des Innenministeriums befanden sich am 13. August noch rund 5.000 Migranten in der Stadt.
Die Opposition fordert mehr Personal für die Rückführung, während das Gesundheitsministerium 25.000 Impfdosen gegen mögliche Krankheitsausbrüche bereitstellt. Der Vorfall hat zudem eine EU-weite Debatte über Migration ausgelöst: 22 Staats- und Regierungschefs der EU forderten in einem Brief stärkere Außengrenzen. Zwischen Spanien und Italien kam es wegen gegenseitiger Grenzkontrollen zu Spannungen.
Quelle: www.pravda.com.ua



