Die wirtschaftspolitischen Ankündigungen von AfD-Chefin Alice Weidel stoßen bei Deutschlands führenden Ökonomen auf deutliche Ablehnung. Marcel Fratzscher, Präsident des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW), erklärte, Weidel zeige mit ihrer Forderung nach einem Austritt aus der Gemeinschaftswährung ein erhebliches Maß an wirtschaftspolitischer Inkompetenz. Ein solcher Schritt würde erhebliche Schäden für die Wirtschaft und die Bevölkerung bedeuten.
Auch Monika Schnitzer, Vorsitzende des Sachverständigenrats zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung, widersprach den Vorstellungen der AfD-Chefin. Die Idee, eine Rückkehr zur D-Mark sei gut für Deutschland, nannte sie rückwärtsgewandt und ökonomisch falsch. Die Probleme des Landes ließen sich nicht durch einen Währungswechsel beheben, so die Ökonomin.
Weidel bekräftigt Euro-Ausstieg und Schengen-Austritt
Weidel hat die Absicht der AfD bekräftigt, im Falle einer Regierungsübernahme aus dem Euro auszusteigen und das Schengener Abkommen zu verlassen. Sie argumentierte, Deutschland sei vor der Euro-Einführung deutlich besser dagewesen und sprach von einer breiten Verarmung der arbeitenden Bevölkerung. Zudem behauptete sie, der Euro werde weich gemacht, was zu Vermögensverlusten für die normale Bevölkerung führe.
Quelle: www.tagesspiegel.de



