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Sabotage an Umspannwerken: Ermittlungen in Brandenburg und NRW

Innerhalb kurzer Zeit gab es zwei Angriffe auf die Stromversorgung in Deutschland. In Brandenburg wird inzwischen wegen Terrorverdachts ermittelt. In Bergheim bei Köln gehen fünf Braunkohle-Kraftwerksblöcke vom Netz.

Sabotage an Umspannwerken: Ermittlungen in Brandenburg und NRW
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Innerhalb kurzer Zeit gab es zwei Angriffe auf die Stromversorgung in Deutschland. In Brandenburg wird inzwischen wegen Terrorverdachts ermittelt. In Bergheim bei Köln gehen fünf Braunkohle-Kraftwerksblöcke vom Netz.

In Bergheim bei Köln sieht Nordrhein-Westfalens Innenminister Herbert Reul (CDU) einen „Anfangsverdacht einer verfassungsfeindlichen Sabotage“. Unbekannte hätten Kabel über die Oberleitung gebracht und so einen Kurzschluss verursacht. „Das war Absicht. Wer da rangeht, greift unser Land an“, fügte der CDU-Politiker hinzu. Die Ermittler prüfen nach seinen Worten zwei Richtungen: fremdstaatlich gelenkte Sabotage und Linksextremismus.

Die Polizei wurde am Dienstag gegen 20 Uhr zu dem Umspannwerk des Unternehmens Amprion in Bergheim gerufen. Es seien grelle Lichtblitze zu sehen gewesen. Laut Wirtschaftsministerin Mona Neubaur (Grüne) mussten fünf Braunkohle-Kraftwerksblöcke im Rheinischen Revier vom Netz gehen. Die Stromversorgung sei aber zu keinem Zeitpunkt gefährdet gewesen. Ein erster Block ging am Mittwochmorgen wieder ans Netz, die vollständige Wiederinbetriebnahme könnte sich bis zum Wochenende hinziehen.

Im ostdeutschen Bundesland Brandenburg hatten Einsatzkräfte am Dienstag in einem Umspannwerk beim Kohlekraftwerk Jänschwalde mehrere unkonventionelle Spreng- und Brandvorrichtungen gefunden. Eine davon soll detoniert sein; es kam zu einer „kurzzeitigen Leitungsunterbrechung“. Die Staatsanwaltschaft ermittelt wegen der Bildung einer terroristischen Vereinigung und des Herbeiführens einer Sprengstoffexplosion. Die Fahnder in den betroffenen Bundesländern stehen nach Angaben des Landeskriminalamts Baden-Württemberg im Austausch.

Der Verband kommunaler Unternehmen (VKU) forderte als Reaktion auf die jüngsten Angriffe einen besseren Schutz kritischer Infrastruktur. „Es kann uns jederzeit an jedem Ort treffen“, sagte Hauptgeschäftsführer Ingbert Liebing. Die Bundesregierung will mit dem KRITIS-Dachgesetz, das im März in Kraft trat, strengere Vorgaben für Betreiber durchsetzen.

Quelle: www.dw.com