So., 07 Juni 2026 Berlin 00:18 DE / UKR / EN

Ehemaliger Premier Philippe startet Präsidentschaftskampagne in Frankreich

Der ehemalige französische Premierminister Édouard Philippe hat am Sonntag in Reims seine Kampagne für die Präsidentschaftswahlen 2027 gestartet. Laut Politico ist er der führende Kandidat, um die rechtsextreme Nationalversammlung zu stoppen.

Ehemaliger Premier Philippe startet Präsidentschaftskampagne in Frankreich
Bild: assets.goal.com

Philippe stellte bei einer Veranstaltung in der nordostfranzösischen Stadt Reims sein Wahlteam, den Kampagnenkalender und die Prioritäten seiner Horizons vor. Er kündigte an, eine „massiv optimistische“ Vision für Frankreich zu entwerfen und betonte die Notwendigkeit, über die Grenzen seiner Partei hinauszugehen, um eine breitere Unterstützung zu gewinnen.

In seiner Rede vor mehreren Hundert Delegierten erklärte Philippe: „Ich werde Vorschläge machen, die andere vereinen werden: eine klare, ehrgeizige, präzise und realistische Plattform, und sie wird massiv sein.“ Er kündigte an, dass er am 5. Juli seine erste Wahlkampfveranstaltung in Paris abhalten werde.

Philippe, der in den letzten Wochen wegen seiner zurückhaltenden Kampagne kritisiert wurde, sieht sich laut Umfragen als bester Kandidat der Mitte, um die rechtsextreme Konkurrenz zu schlagen. Allerdings zeigen neuere Umfragen, dass sein Vorsprung vor dem ehemaligen Gabriel Attal und dem konservativen Bruno Retailleau schwindet.

Er skizzierte seine Ziele für die Kampagne, darunter die Senkung der Unternehmenssteuern, die Reduzierung des öffentlichen Defizits und die Bekämpfung von Kriminalität und Drogenhandel. Philippe kritisierte sowohl die Nationalversammlung als auch die linke Partei La France Insoumise unter Jean-Luc Mélenchon und warf ihnen vor, den Franzosen gefährliche Ideen zu verkaufen.

Seine Rede blieb jedoch vage in Bezug auf heikle Themen wie das Rentenalter und die geplante Kürzung der öffentlichen Ausgaben. Philippe versprach, in den kommenden Monaten konkrete Vorschläge zu unterbreiten.

Quelle: www.politico.eu