Die Leiterin der Alaska Election Commission, Carol Beecher, veröffentlichte am Montag ein Schreiben, in dem sie die Bewerbung von Daniel James Sullivan Jr. für ungültig erklärte. Ihrer Einschätzung nach sei die Kandidatur nicht ernsthaft gemeint, sondern diene dazu, Verwirrung zu stiften und die Fairness der Wahl zu beeinträchtigen. Der ausgeschlossene Bewerber kann gegen die Entscheidung Berufung einlegen.
Senator Daniel Scott Sullivan, der seinen Sitz im Kongress verteidigen will, hatte zuvor Manipulationsvorwürfe erhoben. Sein Namensvetter wollte auf dem Stimmzettel als „Dan J. Sullivan, Republikaner“ erscheinen – nur der Buchstabe „J“ hätte ihn vom Amtsinhaber unterschieden. „Er versucht ganz bewusst, meine Wähler zu täuschen“, begründete der Senator seine Kritik.
Kritiker der Kandidatur vermuteten dahinter den Versuch, die Wahl zugunsten der Demokratin Mary Peltola zu beeinflussen. Wähler könnten versehentlich für den falschen Dan Sullivan stimmen und dem Amtsinhaber wertvolle Stimmen entziehen. Sowohl der Herausforderer als auch Peltolas Wahlkampfteam wiesen diese Anschuldigungen zurück. Beecher erwähnte in ihrem Ausschluss-Schreiben keine Hinweise auf eine Absprache mit den Demokraten, verwies aber auf Details wie die erst kurz vor der Kandidatur angenommene Parteizugehörigkeit und Ähnlichkeiten zur Wahlkampfwebsite des Senators.
Quelle: www.spiegel.de



