Wie der Guardian berichtet, teilte Robert Kenyon, der Kandidat der rechtspopulistischen Reform UK für die Nachwahl im nordenglischen Makerfield, ein Video mit Ant Middleton und bezeichnete ihn als „einen meiner Helden“. Middleton, ein ehemaliger Special-Forces-Soldat und TV-Moderator, hatte zuvor mehrfach mit islamfeindlichen Äußerungen und Gewaltverherrlichung für Aufsehen gesorgt.
Middleton hatte unter anderem auf X geschrieben: „Man kann nicht Muslim sein und ein christliches Land/eine christliche Stadt regieren“ und gefordert, dass Einwanderer der ersten, zweiten und dritten Generation keine Spitzenpositionen in der Regierung bekleiden sollten. Zudem lobte er Gewalt nach einem Mordfall in Southampton mit den Worten „gut gemacht, Southampton“. Die Partei hatte sich bereits 2024 von Middleton distanziert, nachdem er sich zunehmend rechtsextremen Positionen angenähert und an Kundgebungen des rechtsextremen Tommy Robinson teilgenommen hatte.
Die erneute Annäherung an Middleton dürfte taktische Gründe haben: Reform UK steht in Makerfield unter Druck durch die neue Restore Britain des früheren Reform-Abgeordneten Rupert Lowe. Mit Middletons Unterstützung hofft die Partei offenbar, konservative Wähler anzusprechen. Labour-Parteichefin und Anna Turley kritisierte die Entscheidung scharf: „Reform hat keine Scham.“
Quelle: www.theguardian.com



