Alexander Kühnen, der CEO des Keksherstellers Bahlsen, hat sich entschieden gegen die Alternative für Deutschland (AfD) ausgesprochen. In einem Interview mit dem Tagesspiegel betonte er die Notwendigkeit, dass Unternehmen aktiv für die Demokratie eintreten. Kühnen erklärte: „Wenn ich mir anschaue, welche Parteien diese Werte vertreten, dann sind das die demokratischen Parteien. Und es gibt klare Grenzen.“
Der Bahlsen-Chef kritisierte insbesondere die Positionen der AfD zur Remigration und bezeichnete diese als „nicht akzeptabel“. Er begründete seine Haltung auch mit wirtschaftlichen Argumenten und sagte: „Wir brauchen Fachkräfte, wir brauchen offenen Handel in Europa, wir brauchen stabile wirtschaftliche Rahmenbedingungen.“ Kühnen stellte klar, dass die AfD für ihn „keine Alternative – weder unternehmerisch noch persönlich“ sei.
Kühnen hob hervor, dass abschottende Vorstellungen nicht zu einem Familienunternehmen wie Bahlsen passen. „Wenn ich national denke und glaube, dass hier nur bestimmte Nationalitäten arbeiten sollten, dann passt das nicht zu uns“, so der CEO. Er forderte Unternehmen auf, Haltung zu zeigen und Verantwortung zu übernehmen, um die Demokratie zu verteidigen.
Die Diskussion über den Umgang von Unternehmen mit der AfD ist nicht neu. Im vergangenen Jahr hatte der Verband der Familienunternehmer AfD-Vertreter zu einer Veranstaltung eingeladen, was zu scharfer Kritik führte. Nach dem Rückzug namhafter Mitgliedsfirmen korrigierte der Verband seine Position.



