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BMW-Gewinnwarnung: Jobabbau zeichnet sich ab

Der Münchner Autobauer BMW hat am Dienstagabend eine Gewinnwarnung herausgegeben und deutet damit auch einen Personalabbau an. Wie der Tagesspiegel berichtet, sollen Kostensenkungen durch Struktur- und Effizienzmaßnahmen intensiviert werden.

BMW-Gewinnwarnung: Jobabbau zeichnet sich ab
Bild: tagesspiegel.de

Bisher war BMW stabiler durch die Krise gekommen als die Konkurrenz, nun überrascht der Konzern mit einer Gewinnwarnung. In der Mitteilung heißt es, die laufenden Kostensenkungen würden durch weitere Struktur- und Effizienzmaßnahmen intensiviert und beschleunigt. Deren Effekte würden in den Folgejahren sichtbar, belasteten das Ergebnis aber einmalig im zweiten Halbjahr 2026. Einmalkosten, die später Geld sparen – das klingt nach Jobabbau, auch wenn der Konzern dies nicht offiziell bestätigt.

Die Prognose zum Personalstand – ein „leichter Rückgang“ – bedeutet ein Minus von ein bis fünf Prozent. Bei knapp 155.000 Mitarbeitern könnten das einige tausend Stellen sein. Teilnehmerkreisen zufolge sollen die erwarteten Einmalbelastungen grob eine Milliarde Euro betragen, wobei unklar ist, wie viel davon in den Jobabbau fließt. Bereits 2025 war die Zahl der Beschäftigten um rund 3.000 gesunken, vor allem in Deutschland und China.

Haupttreiber der Gewinnwarnung ist der Einbruch des chinesischen Automarkts. Die Nachricht kommt rund einen Monat, nachdem Milan Nedeljkovic die Führung bei BMW übernommen hat. Branchenexperte Ferdinand Dudenhöffer sagte dem Tagesspiegel, die Gewinnwarnung sei „überraschend und zeigt, dass man vorher viel verpasst hat“. Er sieht Einsparpotenzial bei der großen Variantenvielfalt und empfiehlt mehr Entwicklung in China.

Quelle: www.tagesspiegel.de