Sa., 13 Juni 2026 Kyjiw 23:47Berlin 22:47London 21:47 UKR / DE / EN

Bundeswehr übt in Litauen für den Ernstfall an der Nato-Ostflanke

Die Bundeswehr trainiert auf dem Truppenübungsplatz Pabradė in Litauen mit Drohnen, Panzern und elektronischer Kriegsführung. Wie die Zeit berichtet, soll die Litauen-Brigade bis Ende 2027 voll einsatzfähig sein und dann 5.000 Soldaten dauerhaft im Ausland stationieren.

Bundeswehr übt in Litauen für den Ernstfall an der Nato-Ostflanke
Bild: img.zeit.de

In einem unterirdischen Gefechtsstand nahe der belarussischen Grenze steuern vermummte Bundeswehr-Soldaten eine aufgerüstete DJI-Mini-Drohne. Das Gerät erreicht bis zu 130 km/h und hat eine Reichweite von zehn Kilometern. Inspekteur des Heeres Christian Freuding verfolgte die Übung und sagte anschließend: „Tag für Tag kommen wir weiter beim Einsatz von Drohnen – aber da ist noch deutlich Luft nach oben.“

Erste Großübung der Litauen-Brigade

An der Übung „Freedom Shield“ nehmen rund 2.900 Soldaten und 800 Fahrzeuge teil. Verteidigungsminister Boris Pistorius bezeichnet die Brigade als „Leuchtturmprojekt der Zeitenwende“. Die volle Einsatzbereitschaft mit 5.000 Kräften soll Ende 2027 erreicht werden – erstmals in der Geschichte der Bundeswehr wird dann eine komplette Brigade dauerhaft im Ausland stationiert sein.

Trotz modernster Ausrüstung und attraktiver Bezahlung stockt die Besetzung der Brigade. Die Übungen zeigten Verbesserungsbedarf, besonders bei Drohnen und elektronischer Kriegsführung. Die Soldaten der elektromagnetischen Kriegsführung gelten bereits als neue Elite der Truppe.

EuroPulse berichtete am 11. Juni 2026 über die Einschätzung eines Bundeswehr-Generals, wonach Russland die Nato bis 2029 angreifen könnte (Artikel lesen).

Quelle: www.zeit.de