Wie der Tagesspiegel berichtet, fand die Gedenkveranstaltung im Landtag statt. Liedtke bezeichnete den Aufstand vom 17. Juni 1953 als „Schlüsselereignis“ und wichtiges Zeichen für den Wunsch nach Freiheit und Demokratie. Woidke warnte in einer Mitteilung, das Aufbegehren der Bürger sei „kein ferner Geschichtsakt“, sondern eine Mahnung an die Gegenwart.
Vor 73 Jahren waren rund eine Million Menschen in etwa 700 Orten der DDR aus Protest gegen die politische und wirtschaftliche Lage auf die Straße gegangen. Aus zunächst spontanen Streiks entwickelte sich ein Aufstand, bei dem die Menschen Freiheit und deutsche Einheit forderten. Die DDR-Führung und sowjetische Besatzungstruppen schlugen die Proteste gewaltsam nieder.
Mindestens 55 Menschen kamen damals ums Leben, rund 15.000 wurden verhaftet, etwa 1.500 von ihnen später verurteilt. Liedtke fragte bei der Gedenkfeier: „Wie mutig treten wir heute für Demokratie ein, nutzen wir unsere Freiheit zur Gestaltung eines guten, glücklichen Lebens?“ Sie verwies auf die Errungenschaften wie freie Wahlen, unabhängige Gerichte sowie Meinungs-, Presse- und Reisefreiheit.
„Darauf können wir stolz sein im Osten Europas, in einem historisch gewachsenen Miteinander“, so die Landtagspräsidentin. Woidke ergänzte: „Freiheit und Demokratie müssen verteidigt werden und sind alles andere als selbstverständlich.“ Beide Politiker betonten die anhaltende Bedeutung des Gedenkens für die heutige Gesellschaft.
Quelle: www.tagesspiegel.de



