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Anwaltstag 2026: KI und Reformen im Fokus

In Freiburg hat der Deutsche Anwaltstag 2026 begonnen. Wie die FAZ berichtet, diskutieren Anwälte über Ausbildungsreformen, Künstliche Intelligenz und die Resilienz des Berufsstands.

Anwaltstag 2026: KI und Reformen im Fokus
Bild: media0.faz.net

Stefan von Raumer, Präsident des Deutschen Anwaltvereins (DAV), eröffnete den Deutschen Anwaltstag 2026 in Freiburg mit einem Plädoyer für mehr Gestaltungswillen. „Wir müssen die Zukunft mitgestalten“, sagte von Raumer laut FAZ. Der Einfluss von Künstlicher Intelligenz (KI) auf den Berufsalltag sei enorm: Während einige Anwälte sich durch ChatGPT und Co. abgehängt fühlten, steigerten andere in Großkanzleien ihre Produktivität.

Von Raumer forderte die Anwaltschaft auf, ihre Unverwechselbarkeit gegenüber Bürgern und Politik wieder stärker zu behaupten. „Das ist heute keine Selbstverständlichkeit mehr“, so der DAV-Präsident. Konkret appellierte er an den Gesetzgeber, den Anwaltszwang in Zivilprozessen ab einem Streitwert von 5000 Euro beizubehalten – auch nach der Anhebung der Amtsgerichtszuständigkeit auf 10.000 Euro. Nur so lasse sich eine Flut „unkontrollierter KI-Schriftsätze“ vor Gerichten verhindern.

Parallel zum Anwaltstag tagt in Hamburg die Justizministerkonferenz der Länder (Jumiko). Von Raumer erhofft sich positive Signale zur Reform der juristischen Ausbildung und zum Festhalten am Beratungsmonopol der Anwälte. Ein Vorstoß Bayerns, Rechtsschutzversicherern den Zugang zum Beratungsmarkt zu öffnen, war im Herbst 2025 gescheitert.

Quelle: www.faz.net