Das Abkommen soll einen rechtlichen Rahmen für die bereits enge Zusammenarbeit im Verteidigungsbereich schaffen, erklärte Berger. Die Verhandlungen liefen noch, der Vertragstext sei aber weitgehend fertig. Der stellvertretende polnische Verteidigungsminister Paweł Zalewski bestätigte die Pläne gegenüber der PAP mit den Worten: „Das ist unser Plan.“
Der 17. Juni ist bewusst gewählt: An diesem Tag im Jahr 1991 unterzeichneten Bundeskanzler Helmut Kohl und der polnische Ministerpräsident Jan Krzysztof Bielecki den deutsch-polnischen Nachbarschaftsvertrag. Das neue Abkommen knüpft an dieses Jubiläum an und soll die militärische Kooperation vertiefen.
Polen hatte bereits im vergangenen Jahr ein ähnliches Abkommen mit Frankreich geschlossen. Auch mit Großbritannien arbeitet Warschau eng zusammen, insbesondere bei der Unterstützung der Ukraine. Ministerpräsident Donald Tusk hatte die geplante Unterzeichnung Anfang Mai nach einem Treffen mit dem britischen Keir Starmer angekündigt.
Die Beziehungen zwischen Deutschland und Polen gelten trotz der engen Partnerschaft in der NATO und EU als angespannt. Das Verteidigungsabkommen soll nun ein Zeichen der Verständigung setzen und die Sicherheitskooperation in Europa stärken.
Quelle: Tagesschau



