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Hacker stehlen Tausende Klimt-NFTs aus Wiener Belvedere

Hacker haben dem Wiener Belvedere rund 7200 NFT-Zertifikate zu Gustav Klimts Gemälde „Der Kuss“ gestohlen. Wie der „Standard“ unter Berufung auf das Belvedere berichtet, ist der Schaden rein theoretisch, da kaum noch jemand die Blockchain-Zertifikate kaufen will.

Hacker stehlen Tausende Klimt-NFTs aus Wiener Belvedere
Bild: media0.faz.net

Die digitalen Zertifikate waren 2022 zum Valentinstag vom Belvedere ausgegeben worden. 10.000 NFTs sollten die Museumskasse aufbessern, zum Ausgabepreis von je 1850 Euro. Die Nachfrage blieb jedoch gering: Weniger als 3000 Token fanden Käufer. Der niedrigste Preis für die Klimt-NFTs fiel auf dem Handelsplatz Opensea binnen kurzer Zeit auf rund 500 Euro.

Am 29. Mai wurden dem Museum bei einem Hackerangriff 7200 Klimt-NFTs gestohlen. Sie seien ohne Genehmigung aus dem digitalen Wallet übertragen worden, berichtete der „Standard“ unter Berufung auf das Belvedere. Bei einem aktuellen Basispreis von knapp 90 Euro pro Token entspräche das einem theoretischen Schaden von 13,2 Millionen Euro – wenn man vom Ausgabepreis ausgeht.

Den Hackern gelang es offenbar nicht, die NFTs zusammen mit den Klimt-Bilddateien zu erbeuten. Das Belvedere sperrte die Bilddateien, Opensea verfuhr ebenso mit den leeren NFTs. Die Polizei ermittelt, Krypto-Forensiker arbeiten an einer technischen Klärung. Für Besitzer bereits erworbener Klimt-NFTs könnte der Diebstahl sogar eine kleine Aufwertung ihrer fast wertlosen Token bedeuten – ein Run ist jedoch nicht zu erwarten.

Quelle: www.faz.net