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Luigi Pantisano: Architekt und Aktivist will Linken-Chef werden

Der Bundestagsabgeordnete Luigi Pantisano will neuer Vorsitzender der Linken werden. Der 46-jährige Sohn italienischer Gastarbeiter und gelernte Architekt tritt die Nachfolge von Jan van Aken an, der aus gesundheitlichen Gründen nicht erneut kandidiert.

Luigi Pantisano: Architekt und Aktivist will Linken-Chef werden
Bild: img.zeit.de

Luigi Pantisano, Bundestagsabgeordneter der Linken, hat seine Kandidatur für den Parteivorsitz angekündigt. Der 46-Jährige aus Waiblingen bei Stuttgart erklärte, er gehe diesen Schritt in „großer Demut“. Wie die Zeit berichtet, kann Pantisano auf breite Unterstützung in der Partei zählen – mehrere namhafte Linke haben sich bereits hinter ihn gestellt.

Pantisano ist Sohn italienischer Gastarbeiter, die „um ihren vier Kindern ein besseres Leben zu ermöglichen“ nach Deutschland kamen, wie er auf seiner Website schreibt. Der studierte Architekt und Stadtplaner engagiert sich gegen hohe Mieten, soziale Einschnitte, Rassismus und für die arbeitende Bevölkerung. Seit dem vergangenen Jahr sitzt er im Bundestag, ist Vize und verkehrspolitischer Sprecher seiner Fraktion. Er ist verheiratet und hat zwei Kinder.

Der scheidende Co-Vorsitzende Jan van Aken begründete seinen Rückzug mit den Folgen des Bundestagswahlkampfs. „Das war Raubbau am Körper, was wir da gemacht haben“, sagte der 65-Jährige der Zeit. Die Erschöpfung sei nicht mehr verschwunden, eine Erkrankung werde durch Stress verschlimmert. Sein Bundestagsmandat will van Aken bis zum Ende der Legislaturperiode ausüben. Über die Nachfolge soll der Bundesparteitag im Juni in Potsdam entscheiden.

Quelle: www.zeit.de