Die kubanische Nationalversammlung hat einen umfassenden 176 Punkte Plan zur Wirtschaftsöffnung verabschiedet. Diese Reform stellt die größte wirtschaftliche Umgestaltung des sozialistischen Karibikstaates seit Jahrzehnten dar. Präsident Miguel Díaz-Canel erklärte nach der Abstimmung, dass Kuba derzeit die schwierigsten Stunden dieses Jahrhunderts durchlebe und die Regierung eine historische Verantwortung trage, das Land zu retten.
Die Reform sieht vor, staatliche Regulierungen abzubauen und marktwirtschaftliche Mechanismen einzuführen. Ministerpräsident Manuel Marrero Cruz betonte, dass die Reformen keinen Verzicht auf den Sozialismus bedeuten, sondern eine Voraussetzung für dessen Erhalt darstellen.
Die kubanische Botschaft in Washington bezeichnete das Reformpaket als das umfangreichste seit den 1990er Jahren. Die Bevölkerung leidet seit Jahren unter einer schweren Wirtschafts- und Energiekrise, die durch US-Sanktionen verschärft wurde. Díaz-Canel äußerte, dass Kuba weiterhin zu Gesprächen mit den USA bereit sei, jedoch die Reformen eine nationale Entscheidung seien.
Quelle: Stadt München



