Der Angriff traf die Raffinerie im Stadtteil Kapotnja, die zum Energiekonzern Gazpromneft gehört und bis zu elf Millionen Tonnen Rohöl pro Jahr verarbeitet. Moskaus Bürgermeister Sergej Sobjanin bestätigte, dass mehrere Drohnen trotz Luftabwehr bis zur Anlage vordringen konnten. In sozialen Netzwerken kursieren Videos, die Explosionen und meterhohe Rauchwolken zeigen.
Offiziell teilte die russische Seite mit, mehr als 190 Drohnen seien abgeschossen worden. Dennoch erreichten einige ihr Ziel. Das unabhängige Portal „Astra“ identifizierte anhand von Videoanalysen mehrere Brandherde. Über das genaue Ausmaß der Schäden gab es zunächst keine Angaben. Berichte über Verletzte lagen nicht vor.
Der Angriff legte den Flugverkehr in Moskau lahm: Alle vier Flughäfen der Hauptstadt stellten zeitweise den Betrieb ein. Wohngebäude wurden beschädigt. Die Einschläge rund 15 Kilometer vom Kreml entfernt gelten Beobachtern als empfindlicher Imageschaden für die russische Führung, da Moskau lange als vergleichsweise gut geschützt galt.
Bereits im Mai hatte eine Drohne ein Moskauer Wohnhaus beschädigt.
Quelle: www.handelsblatt.com



