Quelle: Ukrinform
Der Angriff erfolgte um 18 Uhr bei guter Sicht – eine ungewöhnliche Taktik, da die russische Armee solche Vorstöße meist in der Dämmerung durchführt. Die russische Militärführung schickte ihre Soldaten nach Angaben der ukrainischen Verteidiger in einem sogenannten „Fleischsturm“ in den Kampf. Trotz der Taktikänderung erreichten die Angreifer das Dorf nicht, das nach Behauptungen der russischen Propaganda bereits seit anderthalb Jahren unter russischer Kontrolle stehen soll.
Innerhalb weniger Stunden töteten ukrainische Einheiten 26 russische Soldaten und verletzten mehr als zehn weitere. Der Feind führe keine Evakuierung der Verletzten durch, teilte das ukrainische Militär mit. Zudem wurden mehr als 20 Motorräder und rund zehn Quads zerstört. Die ukrainischen Einheiten erlitten eigenen Angaben zufolge keine Verluste.
Mala Tokmatschka in der Region Saporischschja ist seit mehr als einem Jahr einer der am stärksten umkämpften Orte an der Front. Das Dorf hält den russischen Angriffen seit über 1500 Tagen stand – länger als jede aufgezeichnete Belagerung in der Geschichte. Militärexperten schätzen die russischen Verluste bei den Kämpfen um den Ort auf rund 2000 Soldaten.



