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Homöopathie-Streichung: Ärzte und Politiker wehren sich

Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) will Homöopathie als Kassenleistung streichen. Dagegen formiert sich Widerstand von Ärzten und Politikern.

Homöopathie-Streichung: Ärzte und Politiker wehren sich
Bild: media0.faz.net

Die geplante Streichung homöopathischer Behandlungen als Leistung der gesetzlichen Krankenkassen stößt auf teils heftige Kritik. Wie die FAZ berichtet, wehren sich Homöopathie-Ärzte und die bayerische Staatsregierung gegen das Vorhaben von Gesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD).

„Eine Streichung der freiwilligen Kassenleistung Homöopathie würde das Therapieangebot in der ärztlichen Versorgung einschränken“, sagte Dr. Michaela Geiger, Vorsitzende des Deutschen Zentralvereins homöopathischer Ärzte. Es entstehe eine „therapeutische Monokultur“ – die Leidtragenden seien die Patienten. Homöopathie werde begleitend zur konventionellen Medizin eingesetzt, viele Patienten kämen gezielt deswegen in die Praxen.

Lauterbach hatte angekündigt, die Finanzierung von Globuli und anderen homöopathischen Behandlungen durch die Kassen zu streichen. Er begründete dies mit fehlendem medizinischen Nutzen. Unterstützung erhält er von der FDP und der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV). KBV-Chef Andreas Gassen sprach von einem richtigen Schritt: Homöopathie sei „Versichertenmarketing“ ohne ausreichende Studienlage.

Baden-Württembergs Gesundheitsminister Manne Lucha (Grüne) forderte dagegen einen Stopp des Vorhabens. Viele Menschen vertrauten der Homöopathie wegen guter Erfahrungen. Der Apothekerverband warnte vor Kostensteigerungen, da Ärzte auf teurere Alternativmedikamente ausweichen könnten.

Quelle: www.faz.net