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IOC streicht Nordische Kombination aus Olympia-Programm 2030

Das IOC hat die Nordische Kombination nach über 100 Jahren aus dem Programm der Olympischen Winterspiele gestrichen. Die Entscheidung fällt zugunsten vollständiger Geschlechterparität ab 2030.

IOC streicht Nordische Kombination aus Olympia-Programm 2030
Bild: img.zeit.de

Das IOC hat die Nordische Kombination nach über 100 Jahren aus dem Programm der Olympischen Winterspiele gestrichen. Die Entscheidung fällt zugunsten vollständiger Geschlechterparität ab 2030.

Das Internationale Olympische Komitee (IOC) hat die Nordische Kombination für die Winterspiele 2030 gestrichen. Die Sportart, die Skispringen und Langlauf vereint, war seit 1924 durchgehend olympisch. Zur Begründung hieß es, die Kombination habe bei den letzten vier Spielen in fast allen Beliebtheitsindikatoren den letzten Platz belegt und sei auf zu wenige Nationen konzentriert – nur fünf Länder gewannen in diesem Zeitraum Medaillen.

Dem IOC standen nur zwei Optionen zur Wahl: die erstmalige Aufnahme von Frauen oder die komplette Streichung. Frauen hatten in 102 Jahren nie ein olympisches Startrecht in dieser Disziplin. Mit dem Wegfall der Kombination soll bei den Winterspielen 2030 in den französischen Alpen erstmals vollständige Geschlechterparität erreicht werden – geplant sind 1.525 Athletinnen und 1.521 Athleten.

Neu ins Programm kommen stattdessen Freeride (Ski und Snowboard) sowie Synchroneiskunstlauf. Der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) bedauert die Entscheidung. DOSB-Präsident Thomas Weikert erklärte, er teile die Enttäuschung der Athleten, die jahrelang auf ihren olympischen Traum hingearbeitet hätten. Zugleich müsse man anerkennen, dass das IOC das Programm an veränderte Bedingungen anpassen müsse.

Quelle: www.zeit.de