Die angekündigte Schließung der Geburtsstation am Alexianer St. Eine Online-Petition zur Rettung der Abteilung erreichte bis zum Nachmittag knapp 7.000 Unterstützer. In dem Aufruf hieß es, statt der Schließung brauche es Lösungen, und unzählige Hebammen und Ärzte stünden vor dem Aus.
Hintergrund ist die Krankenhausreform, die beide großen Potsdamer Kliniken zu Leistungseinschränkungen zwingt. Das Klinikum Ernst von Bergmann wird ab August die Bereiche Orthopädie und Gefäßchirurgie nicht mehr anbieten. Das Alexianer St. Josefs-Krankenhaus zieht sich zum 1. August aus der Neurologie sowie der Frauenheilkunde und Geburtshilfe zurück. Die Geburten sollen künftig im Klinikum Ernst von Bergmann konzentriert werden.
Regionalgeschäftsführer Alexander Mommert erklärte, die neuen gesetzlichen Anforderungen erforderten eine stärkere Konzentration medizinischer Leistungen, um Qualitätskriterien dauerhaft zu erfüllen. Rund 50 Mitarbeiter sind betroffen. Für Ärzte und Hebammen, die etwa zwei Drittel der Betroffenen ausmachen, gebe es derzeit keine Perspektive auf Weiterbeschäftigung. Für Pflege- und Funktionspersonal würden Einsatzmöglichkeiten in Partnerkliniken geprüft.
Quelle: www.tagesspiegel.de



