In Berlin und Hamburg ziehen Männer am Vatertag los, um sich gegen Gewalt an Frauen einzusetzen. Die Initiative „MännerGegenGewalt“ ruft zu einer Kundgebung auf, die erstmals als „feministische Großproteste“ bezeichnet wird und sich gezielt an Männer richtet. Die Veranstaltung beginnt am Donnerstag um 14:00 Uhr am Brandenburger Tor, wo tausende Teilnehmer erwartet werden.
Felix Banaszak, Parteivorsitzender der Grünen, und der Bundestagsabgeordnete Luke Hoß (Linke) rufen in einem Video zur Teilnahme auf. Comedian Aurel Merz, der ebenfalls sprechen wird, erklärte: „Die Manosphere und selbsternannte ‚Alpha-Männer‘ wollen uns einreden, Männlichkeit bestehe aus emotionaler Verrohung, Dominanz und Frauenhass. Dem setzen wir etwas entgegen.“
Die Initiative hat sich in Reaktion auf die gesellschaftliche Diskussion über digitale und sexualisierte Gewalt gegen Frauen gegründet. Diese Diskussion gewann an Fahrt, nachdem Vorwürfe gegen den Schauspieler Christian Ulmen bekannt wurden, der beschuldigt wird, Fake-Profile seiner Ex-Frau erstellt und pornografische Inhalte verbreitet zu haben. Für Ulmen gilt die Unschuldsvermutung.
Zeitgleich zur Kundgebung in Berlin ist auch in Hamburg eine Veranstaltung geplant. Die Hamburger Initiative „ComeOnBoys“ fordert, dass Männer Verantwortung übernehmen und sich klar gegen Gewalt positionieren. Sie kritisieren den traditionellen Herrentag, der oft mit Alkohol und unangemessenem Verhalten assoziiert wird.



