Beim Tag der Industrie erntete Merz für seine Ankündigung erstmals seit Monaten wieder warmen Applaus aus der Wirtschaft. Er lobte die Vorschläge der Kommission als „Gesamtkunstwerk“ – ebenso wie Arbeitsministerin Bärbel Bas (SPD). Besonders die geplante Kapitalrente, die jährlich 30 Milliarden Euro zusätzlich in den Finanzmarkt bringen soll, pries der Kanzler.
In Erhard-Manier kündigte Merz an, man müsse nun an einem „Wohlstand für die Jugend“ arbeiten. Damit meint er: Auf die große Rentenreform müssten weitere Reformen folgen. Allerdings ist schon das Gelingen der ersten Reform offen. Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) lehnt die Vermischung von gesetzlicher Rente und Kapitaldeckung ab, ebenso wie das Aus für die Rente mit 63. Am Wochenende will der DGB ein eigenes Konzept vorlegen.
Bereits gestern eröffnete SPD-Ministerpräsidentin Manuela Schwesig den Reigen der Bremser. Sie signalisierte Widerstand gegen zentrale Punkte der Reform. Die Regierung steht damit vor einer schwierigen parlamentarischen Mehrheitssuche.
Quelle: www.handelsblatt.com



