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Nato-Chef Rutte verteidigt Europas Rolle im Iran-Krieg vor Trump-Treffen

Kurz vor seinem Treffen mit US-Präsident Donald Trump hat Nato-Generalsekretär Mark Rutte die Unterstützung europäischer Länder für die USA im Iran-Krieg betont. Trump hatte zuvor mehrfach mangelnde Hilfe aus Europa kritisiert.

Nato-Chef Rutte verteidigt Europas Rolle im Iran-Krieg vor Trump-Treffen
Bild: tagesspiegel.de

Nato-Generalsekretär Mark Rutte reist zu einem Treffen mit US-Präsident Donald Trump nach Washington. Dabei geht es um die Rolle Europas im Iran-Krieg. Trump hatte europäischen Verbündeten zuletzt vorgeworfen, Washington nicht ausreichend zu unterstützen.

In einem Interview mit dem US-Sender Fox News wies Rutte die Kritik zurück. Er verwies auf die zahlreichen Starts und Landungen von US-Militärflugzeugen auf europäischen Stützpunkten während des Krieges. „Was die Nato angeht, weiß ich, dass es Enttäuschung gibt, aber wir sollten auch bedenken, dass es sich hierbei um Einzelfälle handelt“, sagte Rutte. Europa sei für die USA eine „Plattform der Machtprojektion“, so der Nato-Chef.

Die US-Regierung hatte mehrfach moniert, dass einige Alliierte keine Überflugrechte gewährten oder die Nutzung von Militärbasen verweigerten. Rutte betonte dagegen, dass die geografische Nähe Europas zu Afrika und dem Nahen Osten Einsätze des US-Militärs erheblich erleichtere. Die europäischen Stützpunkte seien unverzichtbar für die amerikanische Militärlogistik.

Trump selbst hatte am Montag erneut Kritik geübt. Er nannte Großbritannien, Deutschland und Italien als Beispiele für Länder, die nicht ausreichend geholfen hätten. Konkrete Vorwürfe führte er jedoch nicht aus. Das Treffen mit Rutte findet nur zwei Wochen vor dem Nato-Gipfel in Ankara statt, bei dem die Bündnisstrategie im Iran-Krieg ein zentrales Thema sein dürfte.

Quelle: www.tagesspiegel.de