Der neue Tiefbahnhof solle im Dezember 2031 in Betrieb genommen werden, sagen Bahnvertreter Teilnehmerkreisen zufolge im Verkehrsausschuss des Deutschen Bundestages. Die Verschiebung um fünf Jahre ist das Ergebnis einer umfassenden Prüfung, die Bahnchefin Evelyn Palla nach der Absage der für Ende 2026 geplanten Teileröffnung angekündigt hatte. Damals waren unter anderem Digitalisierungsprobleme als Grund genannt worden.
Gebaut wird an Stuttgart 21 bereits seit 2010. Ursprünglich sollte das Projekt 2019 fertig sein, zuletzt war die Eröffnung für Dezember 2026 vorgesehen. Die Kosten sind von ursprünglich gut 4,5 Milliarden Euro auf zuletzt rund 11,3 Milliarden Euro gestiegen – mit der erneuten Verzögerung dürften sie weiter steigen. Die Mehrkosten muss die Bahn einem Gerichtsurteil zufolge allein tragen.
Stuttgart 21 umfasst nicht nur den neuen unterirdischen Durchgangsbahnhof, sondern die komplette Neuordnung des Bahnknotens Stuttgart mit neuen Bahnhöfen, Dutzenden Kilometern Schienen und Tunneln. Der Knoten soll bundesweit erstmals vollständig digitalisiert werden – Züge fahren dann nur mit dem Zugsicherungssystem ETCS, klassische Lichtsignale entfallen.
Quelle: www.sueddeutsche.de



