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Mietenreport 2026: Wohnkosten steigen für 58 Prozent der Mieter

Laut dem Mietenreport 2026 des Deutschen Mieterbundes sind die Wohnkosten für 58 Prozent der Mieter in Deutschland gestiegen. Der Verband spricht von einer Sozialstaatskrise und warnt vor geplanten Kürzungen beim Wohngeld.

Mietenreport 2026: Wohnkosten steigen für 58 Prozent der Mieter
Bild: media0.faz.net

Laut dem Mietenreport 2026 des Deutschen Mieterbundes sind die Wohnkosten für 58 Prozent der Mieter in Deutschland gestiegen. Der Verband spricht von einer Sozialstaatskrise und warnt vor geplanten Kürzungen beim Wohngeld.

Mehr als jeder zweite Mieter in Deutschland muss inzwischen höhere Wohnkosten schultern. Das zeigt der aktuelle Mietenreport des Deutschen Mieterbundes, für den das Meinungsforschungsinstitut Forsa 1.021 Mieter repräsentativ befragt hat. 52,8 Prozent der Menschen in Deutschland leben zur Miete, 58 Prozent von ihnen berichten von gestiegenen Ausgaben im vergangenen Jahr.

Fast jeder dritte Mieter (29 Prozent) sorgt sich, seine Miete künftig nicht mehr zahlen zu können. Die Hälfte der Befragten ist zudem beunruhigt, im Bedarfsfall keine bezahlbare Ersatzwohnung zu finden. Um die Wohnkosten zu stemmen, verzichten viele auf Rücklagen und Altersvorsorge (52 Prozent), Freizeit (49 Prozent) oder notwendige Anschaffungen (46 Prozent).

Die Präsidentin des Mieterbundes, Melanie Weber-Moritz, erklärte bei der Vorstellung des Reports: „Die Wohnungskrise wird zur Sozialstaatskrise.“ Sie kritisiert die geplanten Einsparungen beim Wohngeld: „Wer beim Wohngeld kürzt, löst kein einziges Problem auf dem Wohnungsmarkt. Er verschärft nur die Folgen für die Menschen, die schon heute unter hohen Wohnkosten leiden.“

Der Verband fordert einen wohnungs- und sozialpolitischen Kurswechsel: einen bundesweiten Stopp des Mietenanstiegs, den Bau von mindestens zwei Millionen Sozialwohnungen bis 2030 und einen besseren Mieterschutz. Hintergrund: In Deutschland fehlen rund 1,4 Millionen Wohnungen, die Zahl der Sozialwohnungen ist mit 1,03 Millionen so niedrig wie nie. Die Zahl der Wohngeldempfänger stieg von rund 600.000 Haushalten (2020) auf 1,2 Millionen Ende 2024; Bund und Länder gaben dafür 4,7 Milliarden Euro aus.

Quelle: www.faz.net