Das DFB-Team hat das Achtelfinale der Fußball-Weltmeisterschaft bereits sicher. Durch den 2:1-Erfolg gegen die Elfenbeinküste und das torlose Remis zwischen Ecuador und Curaçao steht die Mannschaft von Bundestrainer Julian Nagelsmann vor dem dritten Gruppenspiel gegen Ecuador als Gruppensieger fest. Im Sechzehntelfinale in Foxborough bei Boston trifft Deutschland unabhängig vom Ausgang auf einen Drittplatzierten aus den Gruppen A, B, C, D oder F.
Im ZDF-Studio in Berlin diskutierten die Experten Per Mertesacker und Christoph Kramer über die Frage, ob Nagelsmann nun kräftig rotieren und Spieler schonen sollte. Mertesacker warnte vor Aktionismus: „Man muss aufpassen. Den Rhythmus dieser Mannschaft, alle vier, fünf Tage zu spielen, jetzt zu brechen und komplett zu wechseln, das würde ich jetzt nicht tun.“ Der ehemalige Innenverteidiger betonte, dass die K.o.-Spiele schnell näher kämen und das Team voll da sein müsse.
Dennoch gebe es Personalien, die beurteilt werden müssten. Mertesacker nannte Stürmer Kai Havertz und den zentralen Mittelfeldspieler Felix Nmecha, die beide lange verletzt waren. Kramer ergänzte, beide seien verletzungsanfällig. Mertesacker unterstrich die Bedeutung Nmechas: „Den brauchen wir im Turnierverlauf unbedingt. Er war und ist der einzige, der gegen die körperlich starken Teams dagegen halten kann.“ An dieser Stelle könnte eine Rotation Sinn machen.
Kramer sprach sich gegen große Wechselrochaden aus, auch bei Deniz Undav, den er in der Joker-Rolle belassen würde. Als Gründe nannte er den Unterschied in der Regeneration zwischen vier und fünf bis sechs Pause, den Ausfall von Nico Schlotterbeck, der personelle Umbaumaßnahmen erzwinge, und den „Flow“ der Mannschaft mit elf Siegen in Serie. Mertesacker zog einen Vergleich zur Heim-WM vor 20 Jahren, als Jürgen Klinsmann nach zwei Siegen nur einen Wechsel vornahm.
Quelle: www.zdfheute.de



