Ciaran Martin, Gründungsdirektor des National Cyber Security Centre (NCSC), hat die Behauptung von Reform-UK-Chef Nigel Farage als „ohne jeden Wert“ bezeichnet. Farage hatte erklärt, ein russischer Hack sei für einen Guardian-Bericht über eine 5-Millionen-Pfund-Spende des Krypto-Milliardärs Christopher Harborne verantwortlich. Martin sagte, die Anschuldigung sei „völlig unbegründet“ und Farage habe „nicht einen Beweis“ vorgelegt.
Der frühere NCSC-Chef betonte, eine solche Operation des Kremls wäre ein „beispiellos aggressiver Eingriff“ in die britische Demokratie. Falls die Behauptung wahr sei, müsste die Regierung im Notfallausschuss COBR tagen, um auf den schwerwiegendsten russischen Eingriff in innere Angelegenheiten seit Jahren zu reagieren. Martin forderte Farage auf, sowohl das NCSC zu kontaktieren als auch die technischen Beweise für seine Behauptung offenzulegen.
Nach Angaben des Guardian hat Farage bislang nicht beantragt, dass das NCSC seine angebliche Erkenntnis untersucht. Der Reform-UK-Vorsitzende hatte die Enthüllung über die Millionen-Spende als Ergebnis einer russischen „Hack-and-Leak“-Operation dargestellt, ohne dafür Belege zu nennen. Martin erklärte, ein angehender Premierminister habe damit eine schwerwiegende außen- und sicherheitspolitische Anschuldigung erhoben.
Quelle: www.theguardian.com



