Wie der „Tagesspiegel“ berichtet, ist der ehemalige Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) als Vorsitzender der Nord-Süd-Kommission vorgesehen. Das Gremium soll die Bundesregierung dabei beraten, die Zusammenarbeit mit Ländern des Globalen Südens auszubauen. Das Entwicklungsministerium bestätigte die Personalie auf Anfrage nicht, verwies aber auf laufende Abstimmungen innerhalb der Bundesregierung.
Eine Sprecherin des Ministeriums erklärte gegenüber der Nachrichtenagentur dpa, die Kommission solle „zeitnah – voraussichtlich im zweiten Quartal 2026 – einberufen werden“. Dazu werde ein Kabinettsbeschluss nötig sein. Ziel der Kommission sei es, Empfehlungen zu erarbeiten, um die bilateralen Beziehungen zu Ländern des Globalen Südens zu diversifizieren und zu intensivieren – vor dem Hintergrund geopolitischer Herausforderungen, so die Sprecherin weiter.
Laut „Tagesspiegel“ soll das Gremium 20 Mitglieder umfassen, darunter Vertreter aus Entwicklungs- und Schwellenländern sowie aus Deutschland und Europa. Details zu Personal und Auftrag seien noch unklar. Diskutiert werde, den stellvertretenden Vorsitz international zu besetzen, etwa mit Ngozi Okonjo-Iweala, der Chefin der Welthandelsorganisation (WTO) aus Nigeria. Die offizielle Vorstellung des Teams ist demnach für Ende Juni auf einer Nachhaltigkeitskonferenz in Hamburg geplant, der Heimatstadt von Scholz.
EuroPulse berichtete am 23. Mai 2026 über die geplante Nord-Süd-Kommission und die Rolle von Olaf Scholz (Link zum Artikel).
Quelle: www.spiegel.de



