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Putin in Peking: Xi betont enge Partnerschaft, Pipeline-Streit bleibt

Wenige Tage nach US-Präsident Donald Trump hat Chinas Staatschef Xi Jinping den russischen Präsidenten Wladimir Putin in Peking empfangen. Beide betonten ihre enge Partnerschaft, doch bei einer geplanten Gaspipeline gab es keinen Durchbruch, wie die Tagesschau berichtet.

Putin in Peking: Xi betont enge Partnerschaft, Pipeline-Streit bleibt
Bild: Tagesschau

Bei dem Treffen in Peking schwelgten Xi und Putin in Erinnerungen an frühere Begegnungen, die in einer Ausstellung festgehalten sind. Putin bezeichnete die Beziehung als so gut wie nie zuvor, Xi sprach von einer neuen Phase der chinesisch-russischen Beziehungen, die von größeren Erfolgen und einer schnellen, stabilen und hochwertigen Entwicklung geprägt sei. Beide hätten das gemeinsame Ziel, diese Entwicklung voranzutreiben.

Wie schon US-Präsident Trump in der Vorwoche erhielt Putin das volle protokollarische Programm: militärische Ehren, Hymnen, roter Teppich und jubelnde Kinder. Anders als bei Trump gab es diesmal eine gemeinsame Erklärung und rund 40 unterzeichnete Abkommen, die jedoch überwiegend Absichtserklärungen sind. Das aus russischer Sicht wichtigste Projekt – eine neue Gaspipeline von Sibirien nach Nordchina – blieb ohne Einigung.

Seit dem russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine und den westlichen Sanktionen liefert Russland Öl und Gas vor allem nach China und hat sich wirtschaftlich stark von der Volksrepublik abhängig gemacht. Putin betonte lediglich allgemein, Russland sei einer der größten Exporteure von Erdöl, Erdgas und Kohle nach China und bereit, die Versorgung des schnell wachsenden chinesischen Marktes zuverlässig sicherzustellen. Ein konkreter Durchbruch bei den Pipeline-Verhandlungen blieb jedoch aus.

Auf geopolitischer Ebene unterstützen sich beide Länder gegenseitig: Russland bekräftigte, dass Taiwan Teil Chinas sei. China verurteilte den russischen Angriff auf die Ukraine weiterhin nicht und setzt seine Geschäfte mit Moskau trotz westlicher Sanktionen fort. Xi und Putin äußerten zudem klare Kritik an den USA und Israel für deren Angriff auf den Iran.

EuroPulse berichtete am 20. Mai 2026 über Putins Peking-Besuch und die fehlende Einigung bei der Gaspipeline: Putin in Peking: China zeigt kein Interesse an russischem Sieg.

Quelle: Tagesschau