Die nächtlichen Luftschläge trafen Wohnhäuser, ein Hochhaus, ein Kinderkrankenhaus und eine Schule, wie die Behörden mitteilten. Es kam zu mehreren Bränden und Stromausfällen, viele Menschen suchten Schutz in der U-Bahn. Im Gebiet Kiew meldeten die Behörden einen weiteren Toten und sieben Verletzte.
Bürgermeister Klitschko erklärte bei Telegram, der 21. August werde in Kiew zum Tag der Trauer erklärt. Die Flaggen an kommunalen Gebäuden sollen auf halbmast gesetzt werden. Die Beseitigung der Schäden dauere an, sagte er.
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj sprach von einem massiven kombinierten Angriff mit Raketen, Marschflugkörpern und Drohnen. Die Russen hätten sich lange darauf vorbereitet, um die zivile Infrastruktur so stark wie möglich zu beschädigen. Auch in den Regionen Odessa und Tschernihiw gebe es Zerstörungen.
Das russische Verteidigungsministerium bestätigte den Angriff auf Kiew und sprach von getroffenen Rüstungsbetrieben sowie Lagern für Munition und Drohnen. Russland setzt bei Luftschlägen zuletzt verstärkt ballistische Raketen ein, während die Ukraine täglich einen Mangel an Flugabwehrraketen beklagt. Selenskyj forderte erneut Abfangraketen vom Typ Patriot.
Quelle: www.zeit.de



