Das von Russland besetzte Kernkraftwerk Saporischschja in der Ukraine ist nach dem Verlust der letzten externen Stromleitung auf Notstromdieselgeneratoren angewiesen. Die von Moskau eingesetzte Leitung erklärte, das Personal überwache die Betriebsparameter der Anlagen und ergreife alle notwendigen Maßnahmen, um den sicheren Betrieb der Blöcke aufrechtzuerhalten. Die Strahlungswerte seien normal.
Die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA) teilte auf der Plattform X mit, ein Versuch, die Leitung manuell wiederherzustellen, sei fehlgeschlagen. Wegen der anhaltenden militärischen Aktivitäten könnten die Techniker derzeit die Ursache des Ausfalls nicht ermitteln. Einer ersten Einschätzung zufolge befindet sich die Schadensstelle am nördlichen Ufer des Dnipro.
Das Kraftwerk mit sechs Reaktoren ist das größte Europas. Es produziert selbst keinen Strom, benötigt jedoch Strom aus zwei externen Verbindungen, um den Kernbrennstoff zu kühlen. Russland hatte das Kraftwerk in den ersten Wochen des Krieges, der 2022 begann, besetzt. Seitdem werfen sich Moskau und Kyjiw regelmäßig gegenseitig militärische Aktionen vor, die die nukleare Sicherheit gefährden.
Quelle: www.spiegel.de



