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Russischer Raketenangriff auf Waffenmesse bei Kiew: Tote und Zerstörung

Bei einem russischen Raketenangriff auf eine Demonstration von Luftabwehrsystemen in einem Dorf im Gebiet Kiew sind am 24. Juli mehrere Teilnehmer getötet worden. Wie der ukrainische Sender Suspilne berichtet, wurden auch Wohnhäuser und Autos zerstört.

Russischer Raketenangriff auf Waffenmesse bei Kiew: Tote und Zerstörung
Bild: 24tv.ua

Bei einem russischen Raketenangriff auf eine Demonstration von Luftabwehrsystemen in einem Dorf im Gebiet Kiew sind am 24. Juli mehrere Teilnehmer getötet worden. Wie der ukrainische Sender Suspilne berichtet, wurden auch Wohnhäuser und Autos zerstört.

In der Ortschaft im Rajon Butscha hatten am 24. Juli Rüstungsfirmen ihre Systeme zur Luftverteidigung vorgeführt. Zwei russische ballistische Raketen trafen das Gelände, das nach Angaben von Anwohnern seit Jahren als Schießplatz genutzt wird. Mindestens zehn Menschen starben, etwa 100 wurden verletzt.

Der Bewohner Artem, dessen Haus neben dem Ausstellungsgelände liegt, räumt die Trümmer seines Elternhauses weg. „In diesem Haus hat meine Mutter 20 Jahre gelebt, und ich seit meiner Geburt. Auch mein Vater wohnte hier, er wurde gleich nach der Invasion mobilisiert“, sagte er gegenüber Suspilne. „Wer hat erlaubt, eine Ausstellung neben Wohnhäusern zu machen? Auf dem Übungsplatz wird ständig geschossen. An einem Tag wurde mein Haus zerstört – dank derer, die die Ausstellung im Wohngebiet organisiert haben.“

Ein Nachbar erlitt nach Angaben von Artem eine Splitterverletzung und liegt auf der Intensivstation. Ein anderer Anwohner, Stanislaw, berichtete, von seinem Haus sei nach dem Einschlag fast nichts mehr übrig. „Wir haben die Besatzung überlebt, und das Haus hatte gehalten – wir hatten es kurz vor der Invasion gekauft“, sagte er. Seine Frau, die zum Zeitpunkt des Angriffs zu Hause war, blieb unverletzt.

Die Polizei hat das Gebiet abgesperrt. Der Hauptorganisator der Veranstaltung wurde festgenommen und befindet sich unter Bewachung im Krankenhaus. Präsident Wolodymyr Selenskyj kritisierte die Veranstaltung als „genau das, was an diesem Ort nicht hätte stattfinden dürfen“ und verwies auf russischen Terror sowie Fahrlässigkeit der Organisatoren.

Quelle: 24tv.ua