Die Feiernden begossen sich gegenseitig mit Rotwein und Traubensaft, schwenkten rote Tücher und skandierten „San Fermín“. Der erste Stierlauf startet am Dienstagmorgen um 8:00 Uhr und wiederholt sich täglich bis zum 14. Juli. Dann werden mehrere 600 Kilogramm schwere Kampfstiere auf einer 848 Meter langen Strecke durch die Altstadt zur Stierkampfarena gejagt – Hunderte Läufer rennen vor ihnen her.
Jedes Jahr werden Dutzende Menschen verletzt, seit 1924 gab es 16 Todesfälle. Am Abend werden dieselben Stiere in einer Corrida getötet. Das Programm umfasst auch Konzerte und Umzüge. Wie in den Vorjahren protestierten Tierschützer gegen die Veranstaltung, einige trugen Stierhörner und waren mit roter Farbe bedeckt.
Das Festival geht auf das späte 16. Jahrhundert zurück und ehrt den Schutzpatron der Stadt, San Fermín. Weltweit bekannt wurde der Stierlauf durch Ernest Hemingways Roman „Fiesta“ („The Sun Also Rises“), der in diesem Jahr 100 Jahre alt wird. Das Fest zieht Besucher aus Europa, Australien, Asien und den USA an.
Quelle: www.dw.com



