Die schwarz-rote Landesregierung in Hessen will die Regeln für den Wechsel von der Grundschule auf das Gymnasium nicht ändern. Das Leistungsprinzip soll bei der Vergabe der Schulplätze weiterhin keine Rolle spielen, wie die FAZ berichtet. Vertreter der Koalition machten dies am Donnerstag in einer Plenardebatte im Landtag deutlich.
Die FDP kündigte daraufhin einen eigenen Gesetzentwurf an, der das Leistungsprinzip stärker gewichten soll. Fraktionschef Stefan Naas sagte, die Debatte werde fortgesetzt. Der bildungspolitische Sprecher Moritz Promny betonte: „Über Lebenschancen soll nicht das Glück bestimmen.“ Die Anstrengungen der Kinder dürften nicht ignoriert werden.
Hintergrund der Diskussion sind Klagen zahlreicher Eltern im Rhein-Main-Gebiet. Wenn die Zahl der Anmeldungen die Kapazitäten übersteigt, wird gelost – unabhängig von Noten oder Grundschulempfehlung. In Frankfurt wurden in den vergangenen Jahren jährlich zwischen 450 und 600 Schüler einer ungewollten Schule zugewiesen.
Quelle: www.faz.net



