Wie die Deutsche Welle berichtet, erhielt die sogenannte „Nachhaltigkeitsinitiative“ der Schweizerischen Volkspartei (SVP) bei der Volksabstimmung eine klare Absage. Rund 55 Prozent der Stimmberechtigten lehnten den Vorschlag ab, die Bevölkerungszahl der Schweiz bis 2050 auf zehn Millionen zu begrenzen. 45 Prozent sprachen sich dafür aus.
Die SVP hatte die Initiative als Maßnahme zum Schutz von Ressourcen und zur Entlastung des Nahverkehrs dargestellt. Tatsächlich zielte sie darauf ab, Migration zu begrenzen: Nötigenfalls sollten Asyl und Familiennachzug eingeschränkt werden, im Extremfall auch die Freizügigkeit für EU-Bürger. In ländlichen Kantonen wie Appenzell Innerrhoden fand die Initiative mit fast 66 Prozent Zustimmung, während die Städte deutlich ablehnten.
Derzeit leben rund 9,1 Millionen Menschen in der Schweiz, darunter etwa 340.000 Deutsche. Cédric Wermuth, Co-Chef der Sozialdemokraten, zeigte sich erleichtert und sagte: „Im Abstimmungskampf habe ich gespürt, dass viele Menschen die Nase voll haben von dieser andauernden Spalterei, wonach die Migrantinnen und Migranten an allem schuld sind.“
Quelle: www.dw.com



