Klüssendorf sagte dem „Kölner Stadt-Anzeiger“, die AfD habe „überhaupt kein Interesse daran, sich in den demokratischen Diskurs einbinden zu lassen“. Die Partei richte sich nicht nach roten Linien, sondern wolle die demokratischen Parteien zerstören. Damit reagierte er auf Steinbrück, der im Podcast „Ronzheimer“ eine „konditionierte Gesprächsbereitschaft“ ins Spiel gebracht hatte.
Steinbrück hatte die sogenannte Brandmauer zwar auf absehbare Zeit für notwendig erklärt, aber gefragt, ob man die AfD durch rote Linien in eine rechtskonservative Position verschieben könne. Er bezog sich auf den Andreas Rödder, der eine Kooperation bei klarer Abgrenzung von Rechtsextremen für denkbar hält. Klüssendorf widersprach: Die AfD stehe „schlicht nicht auf dem gleichen Boden unserer Verfassung“.
Steinbrück lehnte in dem Podcast ein Verbotsverfahren gegen die AfD ab, da ein Scheitern vor dem Bundesverfassungsgericht „katastrophale Folgen“ hätte. Stattdessen brachte er die Verwirkung von Grundrechten für einzelne AfD-Politiker wie Björn Höcke ins Gespräch. EuroPulse berichtete am 17. Juni 2026 über Klüssendorfs Bremsen von Reform-Erwartungen (https://europulse.today/spd-generalsekretaer-kluessendorf-reformpaket-erwartungen/).
Quelle: www.spiegel.de



