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Störtebeker Festspiele 2026: Neuer Twist in der Freundschaft

Die Störtebeker Festspiele auf Rügen starten heute in ihre 32. Spielzeit – mit einem völlig neuen Stück. Wie der NDR berichtet, zeigt „Likedeeler“ erstmals einen tiefen Bruch zwischen Störtebeker und Michels.

Störtebeker Festspiele 2026: Neuer Twist in der Freundschaft
Bild: images.ndr.de

Das neue Stück „Likedeeler“ erzählt einen bisher unbekannten Twist: Klaus Störtebeker und Gödeke Michels, sonst unzertrennliche Freunde, bekommen sich in die Haare. Auslöser ist die Frage, ob sie sich im Kampf für Gerechtigkeit mit Waffenschiebern einlassen sollen. Regisseur Louis Villinger erklärte: „Sollen wir also jetzt Waffen verschieben oder nicht? Und ab wann sollen Waffen verschoben werden oder nicht? Da sind sie unterschiedlicher Meinung und dieser Streit wird so groß, dass sie sich sogar mit Schwertern schlagen.“

Das Bühnenbild zeigt links die belagerte Festung Stockholm, rechts das moralisch heruntergekommene Wismar – vom Regisseur als „Gotham City des Mittelalters“ beschrieben. Der Waffenhändler Jean Fourrier verkauft Waffen an alle, unabhängig von deren Moral. Michels hält das für legitim, um die Kasse der Vitalienbrüder zu füllen, Störtebeker lehnt es ab. Die Hauptrolle übernimmt erneut Moritz Stephan. Es ist seine fünfte Saison bei den Störtebecker Festspielen. Das Zerwürfnis zwischen den Vitalienbrüdern zu spielen, ist für ihn eine dankbare Rolle. „Weil es immer schön ist, wenn man nicht geradlinig spielt, sondern Brüche einbauen kann und die Figur eine Entwicklung haben kann. Außerdem ist es auch eine Entwicklung für die Freundschaft der beiden“, erklärt der Hauptdarsteller.

Das Stück wird vom 20. Juni bis zum 5. September 2026 insgesamt 67 Mal auf der Seebühne in Ralswiek gezeigt. 15 Schauspieler und 150 Kleindarsteller wirken mit, darunter Balladensänger Wolfgang Lippert. Regisseur Louis Villinger bringt Tempo rein. „Wir haben festgestellt, dass es gut tut, kurze Szenen zu haben und dann wieder auf etwas anderes zu wechseln – auf eine andere Spieltemperatur zum Beispiel. Also von lustig zu ein bisschen schwermütiger und dann ernst und scharf“, betont er.

Quelle: www.ndr.de