Wie 24tv unter Berufung auf den Politikwissenschaftler und ehemaligen Abgeordneten Oleksandr Tschernenko berichtet, haben präzise ukrainische Drohnenangriffe auf russische Ölraffinerien zu einem spürbaren Treibstoffmangel geführt. Betroffen seien mindestens 25 Regionen, in denen Autofahrer in langen Schlangen an Tankstellen stünden. Tschernenko schreibt in einer Kolumne für Zensor.NET, dass der Sicherheitsdienst der Ukraine (SBU) damit die Bevölkerung eines der führenden Ölförderländer in die Abhängigkeit von Treibstoffrationierungen gebracht habe.
Der Experte betont, der entscheidende Schaden liege nicht allein in der Zerstörung von Tanks und den Milliardenschäden. Russland verliere zunehmend die Fähigkeit, Öl in Geld und Geld in Krieg umzuwandeln. Dies sei Teil einer groß angelegten Kampagne von SBU-Chef Jewhen Chmara, die auf die Erschöpfung der russischen Wirtschaft und die Zerstörung ihrer Grundfesten abziele.
Tschernenko hebt hervor, dass die Angriffe einen kumulativen Effekt hätten: Einen einzelnen Treffer könne der Kreml noch verschleiern, zwei noch herunterspielen, doch bei regelmäßigen Attacken verliere das System seine Widerstandskraft. Er erinnert an Barack Obamas einstigen Satz, Russland sei eine „Tankstelle“ – ein Ausdruck, der damals verletzte. Heute müsse man diesen Status erst wieder verdienen, denn eine Tankstelle habe Benzin. Wenn aber Depots brennten, Raffinerien in Flammen stünden und Treibstoff in der Hälfte der Regionen nur noch per Rationierung ausgegeben werde, sei das keine Energiemacht mehr, sondern ein Staat, der die Kontrolle über sein eigenes Treibstoffsystem verliere.
Quelle: 24tv.ua



