Der pensionierte kanadische Christopher Coates hält einen dauerhaften Frieden in der Ukraine für unwahrscheinlich, solange Wladimir Putin an der Macht ist. Wie Coates gegenüber der Nachrichtenagentur Ukrinform erklärte, könnten nur ein ukrainischer Militärsieg oder der Tod des Kremlchefs die Voraussetzungen für eine stabile Friedensordnung schaffen.
Coates, ehemaliger Kommandeur des kanadischen Einsatzkommandos und heute Direktor für Außenpolitik am Macdonald-Laurier Institute, äußerte sich nach einer Reise in die Ukraine. Er zeigte sich zuversichtlich, dass die Ukraine den russischen Angriffskrieg weiter abwehren könne, warnte aber vor den enormen Herausforderungen. „Ich bin zuversichtlich, was die Ukraine betrifft, aber ich mache mir keine Illusionen über das Ausmaß der Herausforderungen“, sagte Coates. Die Ukraine kämpfe mit begrenzten Ressourcen, während Russland weniger Einschränkungen habe.
Russland führe einen „illegitimen Krieg“ und kämpfe nicht ums Überleben, sondern aus politischer Entscheidung, so Coates. Die strategische Schwäche Moskaus liege in der Natur dieses Krieges: Russland gebe enorme Mittel für begrenzte Gewinne aus. Zugleich betonte Coates die strategische Bedeutung ukrainischer Angriffe auf die russische Öl-Infrastruktur. Diese schwächten die Einnahmen Moskaus und damit dessen Kriegsfähigkeit.
EuroPulse berichtete am 11. Juni 2026 über Putins Pläne für eine neue Winteroffensive gegen die Ukraine: Putin plant neuen Winteroffensive gegen Ukraine – NYP.
Quelle: www.kyivpost.com



