Die US-Behörden haben Mohammad Baqer Saad Dawood Al-Saadi angeklagt, der als hochrangiges Mitglied der schiitischen Miliz Kataib Hisbollah gilt. Laut US-Medien soll er für fast 20 Anschläge auf jüdisische und US-Einrichtungen in Europa verantwortlich sein, darunter ein Brandanschlag auf ein jüdisches Restaurant in München.
US-Staatsanwalt Jay Clayton erklärte, Al-Saadi habe Angriffe koordiniert oder unterstützt, die auch auf US-amerikanischem Boden stattfinden sollten. Zu den mutmaßlichen Taten gehören Angriffe auf Synagogen in Lüttich (Belgien) und Rotterdam (Niederlande) sowie auf eine jüdische Schule in Amsterdam.
Die Ermittler vermuten, dass iranische Geheim- und Sicherheitsdienste hinter den Anschlägen stecken könnten. Eine zuvor unbekannte Gruppe namens Harakat Ashab al-Jamin al-Islamija (Haji) hat sich zu einigen der Anschläge bekannt, darunter auch in München.
Der Anwalt des Angeklagten äußerte sich nicht zu den Anklagepunkten, warnte jedoch vor voreiligen Schlüssen und kritisierte die Haftbedingungen, unter denen Al-Saadi in Einzelhaft gehalten wird.



