Sa., 06 Juni 2026 Berlin 23:43 DE / UKR / EN

USA und Iran lehnen gegenseitige Forderungen in Nahost-Krieg ab

In den indirekten Verhandlungen zwischen den USA und Iran gibt es weiterhin keine Fortschritte. US-Präsident Donald Trump bezeichnete die aktuelle Waffenruhe als gefährdet, wie die Tagesschau berichtet.

USA und Iran lehnen gegenseitige Forderungen in Nahost-Krieg ab
Bild: Tagesschau

Die indirekten Verhandlungen zwischen den Vereinigten Staaten von Amerika (USA) und dem Iran zeigen keine Fortschritte. Beide Länder haben ihre gegenseitigen Vorwürfe erneuert, während US-Präsident Donald Trump die iranische Antwort auf einen US-Vorschlag als „dämlich“ bezeichnete. Trump äußerte sich besorgt über die aktuelle Waffenruhe, die er als „so schwach wie nie“ bezeichnete.

Trump erklärte bei einer Veranstaltung im Weißen Haus, dass die Feuerpause nur eine Überlebenschance von etwa einem Prozent habe. Trotz dieser pessimistischen Einschätzung glaubt er weiterhin an die Möglichkeit einer diplomatischen Lösung. „Wir sind auf alle Eventualitäten vorbereitet“, fügte er hinzu.

Iran wies Trumps Aussagen zurück. Laut der iranischen Nachrichtenagentur Tasnim habe das Verhandlungsteam nicht zugestimmt, hoch angereichertes Uran außer Landes zu schaffen. Berichte, dass Iran einem Stopp der Urananreicherung für 15 Jahre zugestimmt hätte, wurden als „psychologische Kriegsführung“ bezeichnet.

Zusätzlich drohte der iranische Parlamentspräsident Mohammed Bagher Ghalibaf mit Vergeltungsmaßnahmen auf jegliche US-Angriffe. „Unsere Streitkräfte sind bereit, zu reagieren und jedem Angreifer eine Lektion zu erteilen“, erklärte Ghalibaf im Onlinedienst X.