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Zeitumstellung am 25. Oktober: Was sich in der Nacht ändert

In der Nacht zum 25. Oktober gehen die Uhren zurück auf Winterzeit. Was Fernzüge, S-Bahnen und Kinderschlaf damit zu tun haben – und warum das Ende der Umstellung weiter auf sich warten lässt.

Zeitumstellung am 25. Oktober: Was sich in der Nacht ändert
Symbolbild: Hunter Schroeder / Pexels

In der Nacht zum 25. Oktober gehen die Uhren zurück auf Winterzeit. Was Fernzüge, S-Bahnen und Kinderschlaf damit zu tun haben – und warum das Ende der Umstellung weiter auf sich warten lässt.

Noch zwei Wochen, dann ist es wieder so weit: In der Nacht von Samstag auf Sonntag, den 25. Oktober 2026, werden die Uhren um 3 Uhr auf 2 Uhr zurückgestellt. Wer an dem Abend feiert, arbeitet oder Nachtschicht hat, bekommt eine Stunde geschenkt – wer kleine Kinder hat, merkt am Montag, dass die innere Uhr anders tickt als die am Handgelenk.

Die Regel ist in Deutschland seit Jahren dieselbe. Nach Angaben der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt (PTB) endet die Sommerzeit „jeweils am letzten Sonntag im Monat Oktober um 3 Uhr mitteleuropäischer Sommerzeit“. Die Stunde zwischen 2 und 3 Uhr gibt es dadurch zweimal; die PTB nennt sie 2A und 2B.

Was in der Nacht tatsächlich passiert

Smartphones, Computer und Smartwatches stellen sich selbst um, ebenso die meisten Funkuhren. Von Hand umstellen müssen Sie Backofen, Mikrowelle, Autouhr und Wanduhren. Wer Medikamente zu festen Zeiten nehmen muss oder einen frühen Wecker für Sonntag gestellt hat: Das Handy macht es richtig, ein analoger Wecker nicht.

Bei der Bahn gilt eine eigene Logik. Laut netzwelt (1. Oktober 2026) bleiben Fernzüge und Nachtzüge bei der Umstellung eine Stunde lang an einem Bahnhof oder am nächsten Streckensignal stehen und fahren danach nach regulärem Plan weiter – so kommt kein Zug eine Stunde zu früh an. S-Bahnen fahren demnach meist doppelt, etwa um 2:34 Uhr Sommerzeit und noch einmal um 2:34 Uhr Normalzeit; das hänge aber von der Stadt ab. Wer in der Nacht von München aus unterwegs ist, sollte deshalb vorher in der Auskunft nachsehen, statt sich auf einen Fahrplan aus dem Kopf zu verlassen.

Ab dem 25. Oktober gelten auch die Winteröffnungszeiten im Tierpark Hellabrunn: laut muenchen.de täglich von 9 bis 17 Uhr. Wer den Sonntagsausflug plant, hat also nach der Umstellung weniger Tageslicht am Nachmittag – es wird spürbar früher dunkel.

Kinder: lieber früher anfangen

„Unsere innere Uhr orientiert sich nicht an der Armbanduhr, sondern an Licht, Gewohnheiten und festen Tagesabläufen“, schreibt der Berliner Kurier (26. September 2026) und verweist darauf, dass der Körper oft mehrere Tage zur Anpassung braucht. Das deckt sich mit dem, was viele Eltern kennen: Das Kind wacht am Sonntag eine Stunde „zu früh“ auf, nach Armbanduhr also um 5 statt um 6 Uhr.

Ein gängiger praktischer Weg: ab etwa Mittwoch vorher Abendritual, Zubettgehen und Frühstück täglich um zehn bis fünfzehn Minuten nach hinten schieben, tagsüber möglichst viel Tageslicht. Am Sonntag selbst Mahlzeiten und Mittagsschlaf zunächst nach der neuen Uhr, nicht nach dem Hunger des Körpers. Die Einschätzung ist die der Redaktion, nicht die einer einzelnen Studie – bei Babys mit sehr festem Rhythmus kann es länger dauern.

Und wann hört das auf?

Vorerst nicht. Das Europäische Parlament hatte 2019 für ein Ende der Umstellung gestimmt, im Rat der Mitgliedstaaten fehlt bis heute eine gemeinsame Position. Die EU-Kommission hält an einer koordinierten Lösung fest; eine Studie zu den Folgen einer Abschaffung soll laut newstime/Joyn bis Ende 2026 vorliegen. In einer Umfrage vom März 2026 sprachen sich 73 Prozent der Deutschen für ein Ende der Umstellung aus. Unsere Einschätzung: Für 2027 ist eine Änderung unwahrscheinlich, weil jedes Land erst entscheiden müsste, ob dauerhaft Sommer- oder Winterzeit gelten soll – und Nachbarn sich dabei abstimmen müssten.

Für Familien heißt das: Termin im Kalender markieren, Uhren im Haushalt am Samstagabend von Hand nachstellen und den Sonntag etwas ruhiger planen.

Quellen: PTB, muenchen.de, netzwelt, newstime/Joyn, Berliner Kurier

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